Salome Dances for Peace



Wolfram Oettl - Streichquartett (UA)




Terry Riley - Salome dances for Peace (1985/86)


„The Gift“

Echoes of primordial Time
Mongolian Winds


- Pause -


Bernhard Lang - 1. Streichquartett „Zeitmasken“ (1986/87)


Sehr ruhig - mit beherrschter Unruhe - immerfort gerade hämmernd



Riley über sein Streichquartett "SALOME DANCES FOR PEACE"

„Die Idee zu SALOME DANCES FOR PEACE kam aus einer Improvisation über ein Thema aus THE HARP OF NEW ALBION (Anm.: ein Klavier-Zyklus Rileys). Ich sah, dass das potentiell ein ganzes neues Stück werden könnte. In dieser Zeit rief mich David Harrington (Amn.: erster Violinist des Kronos –Quartetts) an, und bestellte ein neues Streichquartett...

Ich dachte, es soll ein Ballett über Salome werden, die ihre verlockenden Kräfte dazu benützt, um in unserer heutigen Welt Frieden zu stiften. In diesem Fall wird Salome wie eine Göttin -heraus genommen aus der antiken Geschichte voll übler Taten- wiedergeboren, und nun erzogen zur Zauberin und Schamanin. Und durch ihren Tanz ist sie in der Lage beides zu sein: eine Kämpferin und ein Einfuß auf die Taten der Mächtigen dieser Welt...

Was ich mache, das ist: viele viele Minuten-Skizzen von Ideen zu sammeln und abzulegen, und an einem bestimmten Punkt des Komponierens , wird dann eine dieser Ideen für den jeweiligen Moment die richtige sein. Ich vertraue in die Tatsache, dass alles was sich mir gegenüber ereignet, eine Beziehung zu dem hat, was sich vorher ereignet hat...

Alle Arten von Musik, die in meinem Streichquartett vorkommen, sind Arten von Musik, die ich liebe, und ich halte sie nicht notwendiger weise in verschiedenen Schubladen verstaut. Eine der Herausforderungen ist es, in der Tat, Dinge die du liebst zusammen zu bringen, und in Harmonie mit einander leben zu lassen.

Ich versuche immer Wege zu finden, neben dem Musik machen, zum Frieden der Welt beizutragen, oder meinetwegen zum Nachbarschafts-Frieden oder häuslichen Frieden. Ich sagte zu David ganz am Anfang, dass ich dachte, wir müssten ein Stück erfinden, das bei den Vereinten Nationen an speziellen freien Tagen gespielt werden kann. Es wäre nicht einfach ein Konzertstück, sondern ein Stück, das als Ritus gespielt wird....“
Quelle: Elektra Nonesuch